Royal Wedding :: Königliche Kecksideen aus London

Royal Wedding :: Königliche Kecksideen aus London

Am Wochenende gibt es für die Fans der britischen königlichen Familie eigentlich nur ein Thema: Die Hochzeit von Harry und Meghan. Und da nicht nur ganz Großbritannien dem Ereignis entgegenfiebert, sondern es auch hierzulande einige Begeisterte gibt, haben wir einen süßen Vorschlag für die Feierlichkeiten.

Das Buch „Cooky Style“ könnte passender nicht sein, denn die Keksideen stammen direkt aus London von der bekannten Bäckerei „The Biscuiteers“ in Notting Hill. Und für so eine echt royale Party sollte neben einer guten Tasse Tee, vielleicht auch einem Glas Pims und ein paar Sandwiches diese Plätzchen mit wunderbarer Deko nicht fehlen.

Im Buch selbst findet ihr auf 160 Seiten natürlich noch viel mehr Anregungen für Feste jeder Art und jede Menge Tipps, welches Equipment ihr für die Dekoausrüstung zuhause braucht. Und das von den Profis aus England!

Das Verlagsteam wünscht euch ein paar glamouröse Stunden am Samstag!

Rezept für Liebesherzen

Diese Retrodesign-Herzen in Rosa und Weiß sind nicht nur zum Valentinstag eine schöne und einfach zu erstellende Plätzchendekoration. Die kräftigen Farben lassen die Herzchen richtig leuchten! Für feine Details flüssigen Zuckerguss in Kontrastfarbe mit dem Spritzbeutel auf den noch feuchten Grundguss auftragen.

Formen
Herzen

Rezepte (s.u.)
1 Grundrezept Schokoplätzchen
1 Grundrezept Royal Icing

Spritzglasur
Weiß
Limettengrün
Rosa
Pink

Zuckerguss
Rosa
Weiß

Schokoplätzchen

Einer unserer Klassiker! Die Plätzchen haben eine leicht teigige Konsistenz und ihr intensiver, bitterschokoladiger Geschmack harmoniert hervorragend mit dem süßen Zuckerguss.

Zutaten für ca. 50 Plätzchen

375 g Mehl
1 ½ TL Backpulver oder Weinsteinbackpulver
75 g hochwertiges Kakaopulver
125 g feiner Zucker
1 Prise Salz
125 g Butter, in Würfel geschnitten
2 Eier (Größe M), verquirlt

Zubereitung

  1. Mehl, Backpulver und Kakaopulver sieben und in einer Schüssel mit dem Zucker vermischen.
  2. Butter dazugeben und die Mischung mit den Fingerspitzen zu feinen Streuseln verarbeiten.
  3. Sobald die Butter gleichmäßig untergemischt ist, in der Mitte eine Mulde formen und die Eier hineingeben.
  4. Die Mischung kurz kneten, Mehlrückstände einarbeiten. Sobald er sich vom Schüsselrand löst, ist der Teig fertig.

Teig ausrollen und aufbewahren
Der Teig lässt sich am leichtesten direkt nach der Herstellung ausrollen – dann ist er noch weich und geschmeidig. Wer den Teig im Voraus zubereitet, rollt ihn zu zwei Kugeln, drückt diese flach, stellt sie in Klarsichtfolie eingewickelt in den Kühlschrank und erwärmt den Teig vor dem Ausrollen wieder auf Raumtemperatur. Wird zum Ausrollen Mehl verwendet, wird der Teig härter. Besser ist es, ihn zwischen zwei Lagen Backpapier oder Klarsichtfolie ohne Mehl auszurollen.

  1. Den Teig halbieren, zu Kugeln rollen und diese flach drücken.
  2. Den Teig auf einen Bogen Backpapier legen.
  3. Um den Teig so gleichmäßig wie möglich auszurollen, eignen sich Teigrollen/Wellhölzer, die bei Backutensilien erhältlich sind, oder einfach mit Flaschen improvisieren. Den Teig zunächst mit einer Teigrolle oder mit den Händen sanft flachdrücken, danach mit einem zweiten Bogen Backpapier bedecken und dann mit der Teigrolle gleichmäßig ausrollen.
  4. Sollte das obere Backpapier ab und zu kleine Falten werfen, kann man diese vorsichtig glattstreichen und mit dem Ausrollen fortfahren. Den Teig gleichmäßig ca. 2 mm dick ausrollen.
  5. Den Teig zwischen den Backpapieren auf ein Backblech legen und vor dem Ausstechen mindestens 20–30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  6. Diesen Vorgang mit dem restlichen Teig wiederholen.
  7. Den Backofen vor dem Ausstechen auf 175 °C vorheizen.
  8. Vor dem Ausstechen sämtliche Schablonen und Ausstechformen bereitlegen. Für ein effizientes Arbeiten sollte man die Plätzchen so dicht wie möglich nebeneinander ausstechen. Die Plätzchen nach dem Ausstechen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und darauf achten, dass sie nicht zu dicht nebeneinander liegen, da der Teig beim Backen etwas auseinander geht. Überschüssigen Teig erneut ausrollen und ausstechen.
  9. Das Backblech immer auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und je nach Gerät die Plätzchen ca. 15 Minuten backen. Bei Umluft die Temperatur auf 170° C senken und mehrere Bleche gleichzeitig backen.
  10. Sobald die Plätzchen gleichmäßig golden sind und anfangen zu duften (bei den Schokoplätzchen auf Seite 34 ist dies schlecht zu erkennen, doch auch sie werden beim Backen etwas dunkler), die Backbleche aus dem Ofen nehmen und die Plätzchen samt Backpapier auf einen Kuchenrost umbetten oder sie einzeln vorsichtig mit einem Pfannenwender vom Backblech herunterheben, da sie noch sehr zerbrechlich und heiß sind.
  11. Plätzchen zunächst auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen, da sie sonst weich werden, wenn man sie sofort in Dosen packt bzw. der Zuckerguss schmilzt, sollte man sie noch warm verzieren wollen.
  12. Gebackene und vollständig abgekühlte Plätzchen zwischen Lagen aus Backpapier in luftdicht verschließbaren Dosen oder Kunststoffbehältern aufbewahren. Wenn man so lange widerstehen kann, halten sie sich darin bis zu einer Woche.

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ROYAL ICING · Grundrezept für die Eiweiß-Zucker-Glasur

Anmerkung: Für die meisten unserer Plätzchen-Kollektionen benötigt man ein Drittel Spritzglasur und zwei Drittel flüssigen Zuckerguss. Es gibt jedoch Ausnahmen, daher bitte die Rezepte vor Beginn gründlich durchlesen. Am besten bewahrt man immer etwas ungefärbte Glasur von beiden Sorten auf, um eventuell noch eine weitere Farbe anrühren zu können.

Zutaten für den Zuckerguss und die Spritzglasur

4 Eiweiß
800–900 g Puderzucker (je nach Eiweißgröße)
Farbpulver auf pflanzlicher Basis in der passenden Farbe oder passende Lebensmittelfarbe aus dem Supermarkt

Zubereitung Spritzglasur:

  1. Eiweiß steif schlagen und den Zucker unterrühren bis eine zähflüssige, glatte, glänzend weiße Paste entsteht, die ungefähr die Konsistenz von Zahnpasta hat.
  2. Royal Icing entsprechend für Zuckerguss und Spritzglasur aufteilen, die Menge für den Zuckerguss bis zur Weiterverarbeitung kühl stellen.
  3. Die benötigten Farben für die Spritzglasur bereitstellen und die Mengen entsprechend aufteilen. Dafür mit einem Löffel jeweils etwas Zuckerguss in saubere kleine Gefäße geben (Schüsselchen, Tassen, kleine Becher, usw.).
  4. Beim Einfärben jeweils eine kleine Menge auf die Spitze eines kleinen Holzspießes geben (bzw. vorsichtig einstreuen) und solange einrühren, bis die Masse komplett durchgefärbt ist. Nach Bedarf mehr Farbe (immer in kleinen Mengen) hinzufügen und gründlich in die Glasur einrühren, bis sie die gewünschte Farbschattierung erreicht hat.
  5. Die fertige Glasur mit Klarsichtfolie bedecken und bis zur weiteren Verwendung kalt stellen, damit sie nicht austrocknet. Das Einfärben dauert recht lange, aber es lohnt sich.

Flüssige Lebensmittelfarbe ist längst nicht so intensiv wie Gelfarbe (die im Fachhandel erhältlich ist), dennoch sollte sie stets nur tropfenweise in Guss und Glasur eingerührt werden. Sie eignet sich gut für Pastellfarben, da sie weniger intensiv als Gelfarbe färbt. Je nach Menge an flüssiger Farbe eventuell noch etwas Puder­zucker unterrühren, damit die Spritzglasur die gewünschte Konsistenz behält.

Zubereitung Zuckerguss:

  1. Den Rest des Royal-Icing-Grundrezepts für den flüssigeren Zuckerguss verwenden: Die dickflüssige Paste in eine Schüssel geben und langsam kleine Mengen Wasser dazugeben (jeweils nur ein paar Tropfen), bis eine glatte, gerade gießbare Masse von der Konsistenz einer dicken Vanillesauce entsteht.
  2. Den flüssigen Zuckerguss einfärben und dafür zunächst festlegen, wie viele Farben benötigt werden. Den Zuckerguss aufteilen und etwas ungefärbten Zuckerguss auf die Seite stellen, um später eventuell eine Farbe verlängern zu können.
  3. Fertig eingefärbten Zuckerguss jeweils sofort mit Klarsichtfolie bedecken und in den Kühlschrank stellen, damit er an den Rändern nicht hart wird.

Anmerkung der Autorinnen:
„ÜBEN, ÜBEN ,ÜBEN: Der richtige Umgang mit Zuckerguss und Spritzglasur will gelernt sein. Zu Beginn haben wir uns manchmal so sehr auf die Tülle des Spritzbeutels konzentriert, dass wir gar nicht gemerkt haben, dass wir dabei aus Versehen die Masse am offenen oberen Ende herausdrückten. Bis heute haben wir pro Backblech immer mindestens ein Plätzchen, das uns nicht ganz gelingt. Dafür ist es tröstlich zu wissen, dass Plätzchen, die etwas aus der Form gelaufen sind oder ungenau verziert wurden, genauso gut schmecken wie der Rest …
Da die Herstellung der Plätzchen viel Zeit und Mühe erfordert, lernen wir neue Bäcker häufig so an, dass wir die Plätzchenschablonen unter Pergament legen. So bekommen sie ein Gefühl für das Verzieren und Bemalen:
Für die meisten unserer Plätzchen verwenden wir eine Kombination aus flächenfüllendem, dünnflüssigem Zuckerguss und zähflüssiger Spritzglasur für feine Linien und winzige Details.
Einfach die dünn- oder dickflüssigen Massen in den gewünschten Farben in die Spritzbeutel füllen und das Dekorieren kann beginnen!“

COOKYSTYLE-BUCH-HAEDECKE

Rezept aus

Harriet Hastings und Sarah Moore
Cooky Style
Best of Biscuiteers
ISBN 978-3-7750-0656-9
Hardcover, 160 Seiten, 270 Fotos
24,90 € (D)