Unterwegs auf der Frankfurter Buchmesse #fbm14 :: Tag 1

Unterwegs auf der Frankfurter Buchmesse #fbm14 :: Tag 1

Mittwochmorgen, Medaillen, Mauritius und Mjamm. Jule über ihren Messealltag auf der Frankfurter Buchmesse.

Die Lokführer heißen definitiv nicht Jim und Lukas, denn sonst:

Warnhinweis:

Bierernst liegt mir fern.
Weiß Wein umso mehr.

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8:35 Der Streik hatte am Mittwochmorgen einen hübschen Stau auf unserem Messeweg verursacht. Da waren wir aber sicher nicht allein, die Autobahnen rund um Frankfurt waren offenbach selbst um die Mittagszeit ziemlich verstopft. Amüsante Anfahrt mit Rum-Autor Andreas Schwarz und Austausch über Kreuzberger Nächte (das glauben mir die, die und der nie).

9:30 Klavier entdeckt am Stand gegenüber. Hoffe still darauf, dass mein Freund Thorsten am Wochenende vorbeikommt, um uns vor klavierspielwütigen Für-Elise-Spielern zu bewahren.

10:30 Auf zur GAD-Verleihung zum nicht-olympischen Medaillensegen. Am Vorabbuffet eine Frühjahrsnovi und einen Backlisttitel in kulinarischer Form entdeckt (Blinis mit Matchaaufstrich und Sprossen).Fast neben Johann Lafer gesessen und nicht getraut ein Bild samt Genusshasi mit ihm zu machen (hoffentlich ergibt sich noch eine Nachholchance).

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11.30 Schöne Verleihung mit gewohnt amüsanten Zwischennoten bei der Namensnennung. Einmal lässig durch den Saal gewunken bei der Silbermedaille für die Hessischen Weiberwirtschaften (so wurde mir später berichtet). Und dann tatsächlich das erste Mal auf der Bühne bei der Goldmedaille (Ducasse Nature). Und der Franzose dann auch noch auf Seite 2 des Katalogs. Stolz & Freude! (kein Scherz!)

12:15 Die Meldung: Wir haben zu wenig Wasser am Stand. Das war früher… ach, lassen wir das.

12:45 Ab ins Taxi zurück auf die Messe. Tor Nord geht nicht – IMMER nur Tor Ost. Gefreut und gewundert, warum es bei einem Gastland wie Finnland nicht schneit sondern nur regnet.

13:00 Programmkonferenz Frühjahr 2015 traditionell am Messemittwoch mit unserem Außendienstteam. Neue Titel und Themen kommen gut an (eines wird verraten: freut euch auf Matcha!). Es erweist sich ob der großen Einigkeit wieder als günstig, dass der Termin auf der Messe stattfindet.

14:00 Themen spinnen und Ideenaustausch mit Armin vom Colurzblog. Amüsant, 180 km zu fahren, um sich mit jemandem zu treffen, der im Nichtmesseleben nur 15 km entfernt wohnt. Pläne geschmiedet und ab Dezember gibt es mehr zu erzählen. #vorfreude

15:00 Es gibt Rum! Sogar der Twitteraccount der FAZ empfiehlt unsere Veranstaltung (ein Glück fällt es uns auch dank @sinnundverstand schnell genug auf). Vier Sorten: eine aus Costa Rica, von den Philippinen, Mauritius und einem vierten Land (ich hab nicht aufgepasst und muss morgen nachsitzen). Ein kleines Düsseldorftreffen und ein rumkugelnder Genusshasi (schön, dass ihr da wart, Matze & Tim!). Das wichtigste Kinderbuch des Jahres gegen das wichtigste Spirituosenbuch des Jahres getauscht. Und #rumprobiert latürnich.

16:00 Sonst klappt es nie, deshalb in diesem Jahr offizieller Termin mit der Lieblings-BuchMarkt-Barbara. Zwei lustige Bilder gemacht, erfahren, dass ich das mit dem Blitz jetzt aushalten muss.
Info vom Drucker, dass das Format für ein neues Buch größer ist als das fertig gesetzte Dokument. Bis Montag ist es ja noch ein wenig hin.
Spontantermin mit Thomas von Fleet Street Press. Das erste Mal seit Messebeginn das Wort App gehört. Das ging letztes Jahr schneller. Wer hat eigentlich den Bullshitbingozettel? Leander? Frank? Bitte mal hier am Stand einen abgeben!

16:30 Spontaner Kolleginnenbesuch vom Buchverlag für die Frau und eine kurze Nachlese zum AkR-Treffen (ojee, ich habe ja Tag 0 vergessen zu posten).
Autorenbesuch von Frank B. Leder – ich freu mich schon so auf die Buchproduktion – die Fotodaten warten Zuhause und das Manuskript kommt bald.

17:00 Die Speisereisende Bianca Gusenbauer kommt hereingeschneit. Da weitergemacht, wo wir am Foodbloggercamp aufgehört hatten: Schön ausgiebiges Schnattern über Küche, Bücher, Trends und Genuss. Herrlich.
Dem Vertreter aus der Schweiz auch die neuen Cover gezeigt, fast glatt gelaufen ;)

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18:00 Der erste Messetag geht langsam zu Ende, kurzer Rück-, Überblick und Austausch.

18:30 Fast Stefanie Leo von Bücherkinder über den Haufen gerannt und kurze Instruktionen für den Schwäbischkurs geliefert. Morgen wird abgefragt. Oder vielleicht doch eher Freitag, passt besser zu unserem Marmeladenevent!

19:00 Es geht endlich los vom Parkdeck 4 im Schneckentempo Richtung Schlemmen. Ich würde die Parkhauskurven mal gerne ohne Verkehr rauf und runter fahren. In meinem Tempo dann. Der Stau von heute morgen hat sich an uns erinnert.

19:30 Ankunft beim Lieblingsitaliener in Bad Homburg. Wir kommen nur einmal im Jahr und man kennt uns trotzdem. Gutes oder schlechtes Zeichen? Auf alle Fälle wieder ein tolles Essen, guter Service mit viel Unterhaltung. Gehört inzwischen für uns zum Ankommprogramm der Buchmesse.
Unsere Auswahl fiel nicht auf die charmanten „Oberginen“, die aber die erwähnte Kombi Essen & Service perfekt interpretieren. Habe Gefallen an der Schreibweise gefunden und fahre so fort: Anti Pasti Miss Ta, Baby Kall à Maretti, Lax Carportio mit Ing. Wer und Rosa Pfefferle, Tosca Nische’s Gullasch, Kalbs le Ber mit Salle Baille, Torte Linni mit Stein Pill Tse und Taille Rini „Schwarzer Gürtel“ mit Jakobsweg Muh Schell, All Gen und Toma Tenn.
Singe dann die Dessertkarte vor: „Ti Ra Mi Su, Du sagtest, „Ti Ra Mi Su“, das heißt ich will dich so, doch will ich auch Man Go Sorbet oder Torta die Casa, Tortino Ciocco oder vielleicht CRÈME BRULÉE ja ich will CRÈME BRULÉE keine Cassata oder Panna Cotta sondern einfach nur…“ Ihr könnt euch das in etwa vorstellen.

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Letzter Fake-Dialog des Tages:
„Haben Sie noch dieses leckere Getränk von letztem Mal, wie hieß es noch gleich… ah genau „Aufshaus“. – Tut uns leid, „Aufshaus“ ist aus.“

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autoren-artikel-juleJule ist Autorin dieses Artikels, sie arbeitet hauptsächlich als Designerin beim Hädecke-Verlag.

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