Jeden Tag ein Buch · Blogevent · Tag 4

Am Tag 4 gibt’s auf unserem Block einen kleinen Genuss-Ausflug nach Bella Italia und in die Erste aller Welten mit Sabine!

Ein „richtiger“ Urlaub findet für mich eigentlich immer in Italien statt, überall sonst finde ich es auch spannend und aufregend, ich liebe Asien, aber Italien, das ist für mich, und zwar direkt nach der Grenze: Urlaub – Sonne – Lebensart – leckeres Essen! Das – leider inzwischen vergriffene – Buch „Espresso“ aus der Reihe Lebensart von Hädecke habe ich vor vielen Jahre auf der Frankfurter Buchmesse entdeckt. Damals war ich zwar auch schon als „Pressetante“ in einem Kochbuchverlag, aber es war noch lange nicht daran zu denken, dass ich dasselbe mal bei Hädecke machen würde. Jedenfalls hat mir das Buch nach einem anstrengenden Messetag zu einem Kurzurlaub in Italien verholfen und das ist bis heute so geblieben. Aufmachung, Gestaltung, Texte und vor allem die wunderschönen, stimmungsvollen Bilder versetzen mich sofort in eine kleine Caffé-Bar z.B. in Rom oder in Urbino (wunderschönes Renaissance-Städtchen in den Marken!) Und – tadaa: Urlaub!

Biscotti mit gerösteten Espressobohnen

Ein doppelter Espressohit: Biscotti mit gerösteten Espressobohnen und gebrühtem Espresso zum Eintunken in den Morgen- oder Nachmittagskaffee. Diese leicht süßen Plätzchen halten sich lange in einer fest schließenden Dose und sind einen Tag nach dem Backen sogar noch besser.

ergibt etwa 48 Biscotti

Zutaten

300 g Mandeln
6 EL Espressobohnen
600 g Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Salz
125 g gekühlte Butter, in kleine Stücke geschnitten
250 g Zucker
3 Eier, leicht geschlagen
60 ml gebrühter Espresso
Gemahlener Zimt oder Kakao zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Backofen auf 180°C vorheizen. Die Mandeln und Espressobohnen auf 2 separate Backbleche streuen und für 8 bis 10 Minuten, oder bis sie leicht geröstet sind, in den Ofen schieben. Herausnehmen, aber den Ofen anlassen. 3 Esslöffel der Espressobohnen grob zerhacken (mit dem Messer oder im Mixer). Die Mandeln im Mixer oder in einer Küchenmaschine fein hacken. In einer Kaffeemühle die übrigen 3 Esslöffel Espressobohnen fein mahlen.
  2. In einer großen Schüssel das Mehl, Backpulver und Salz vermischen. Die Butter dazugeben und mit dem Knethaken oder 2 Messern zerkleinern, bis sie aussieht wie grobes Schrotmehl. Mandeln, gemahlene und gehackte Espressobohnen, Zucker, Eier und gebrühten Espresso zufügen. Gut mischen.
  3. Auf einem leicht bemehlten Brett den Teig 2 Minuten kneten und in 2 Hälften teilen. Daraus 2 dünne Rollen von ca. 5 cm Durchmesser formen und mit Zimt oder Kakao bestäuben. Auf ein gefettetes Backblech legen und 25 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind.
  4. Mit einem Sägemesse schräg in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Diese von beiden Seiten weitere 8 bis 10 Minuten (oder bis sie gerade leicht golden sind) backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und in einer fest schließenden Büchse aufbewahren.

Rezept entnommen aus
Karl Petzke, Sara Slavin
Espresso
Kultur und Küche
ISBN 978-3-7750-0449-7
1. Neuauflage, gebunden, 96 Seiten, 45 farbige Illustrationen
Leider restlos vergriffen

Das zweite Buch, das ich wie Tolkiens „Herrn der Ringe“ immer wieder mit Genuss lese und dem keinerlei Gefahr droht, jemals entrümpelt zu werden, ist eigentlich eine Trilogie: „Die Herren von Fionavar“ von Guy Gavriel Kay (Website des Autors). Eine ganz wunderbare Fantasygeschichte. Als großer Fan von Märchenfantasy, in der es gerne vor Drachen und Ungeheuern nur so wimmeln darf, und die eine ganz eigene Welt erschafft, liebe ich diese drei Bände, die zum größten Teil in Fionavar, der „Ersten aller Welten“ spielen. Es gibt Lichtgestalten und Dunkelheit, Zwerge, Halbgötter und natürlich auch einen großen Magier, eine Art „Gandalf“, und einen ebenso großen dunklen Gegenspieler. Es gibt Gut und Böse und vieles dazwischen und das Böse wird am Ende besiegt! Außerdem hat Kay es geschafft, eigentlich alles, was es so an Mythen und Legenden gibt, in diese Geschichte mit einzuspinnen, ob es ein keltischer Kessel ist, der die Toten erwecken kann, oder die Opferung eines jungen Mannes am Vorabend des 1. Mai für die Mutter-Erde-Göttin oder das Opfer für den Gott (Odin) am Baum, dessen Gesandten die Raben sind, oder die Wilde Jagd oder oder oder. Dazu jede Menge Intrigen, Liebe und Hass, Großmut und echte Helden (männliche wie weibliche). Für mich eine Welt zum Abtauchen und Erholen von der Realität und vielleicht gibt es sie ja doch, die Magie ;-)

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